Blaulicht, Action und schwere Westen:Die vierten Klassen zu Besuch bei Polizei und Feuerwehr in Eislingen
Strahlender Sonnenschein und zwei vierte Klassen voller Vorfreude: Das waren die perfekten Zutaten für unseren Ausflug nach Eislingen. Mit Bus und Bahn machten sich die Klassen 4a und 4b auf den Weg, um einen Blick hinter die Kulissen der Menschen zu werfen, die für unsere Sicherheit sorgen.
Zwischen Gewahrsamszellen und Polizeiwagen
In zwei Gruppen aufgeteilt, durften wir die Reviere erkunden. Bei der Polizei wurden wir herzlich von Herrn Kloos empfangen. Er gab uns spannende Einblicke in den Alltag eines Polizisten. Besonders beeindruckend – und wortwörtlich „gewichtig“ – war die Schutzausrüstung. Wir konnten die kugelsicheren Westen einmal selbst anheben und anprobieren. „Ganz schön schwer!“, war die einhellige Meinung. Herr Kloos erklärte uns, dass die Ausrüstung vor allem bei gefährlichen Amoklagen oder besonderen Gefährdungssituationen lebensnotwendig ist, aber auch viel Kraft fordert.
Ein Blick in die vergitterten Gewahrsamszellen flößte uns großen Respekt ein und löste gleichzeitig ein unangenehmes Gefühl aus. Eine Nacht hier verbringen zu müssen, ist nicht erstrebenswert!
Nach dem Besuch der Einsatzzentrale durften wir abschließend noch im Polizeiauto probesitzen. Als dann kurz das Martinshorn ertönte, war die Ehrfurcht groß.
Eine wichtige Erkenntnis nahmen wir mit: Ein Polizist schießt im Dienst eigentlich nie – die Pistole und das Maschinengewehr sind vor allem zur Abschreckung und für den absoluten Notfall dabei.
90 Sekunden bis zum Einsatz: Zu Gast bei der Feuerwehr
Parallel dazu ging es bei der Feuerwehr Eislingen heiß her. Felix begrüßte uns auf dem modernen Gelände der Wache. Dass die Feuerwehr Eislingen eine der wichtigsten Stützpunktfeuerwehren im Landkreis ist (wie man auch auf ihrer Homepage www.feuerwehr-eislingen.de nachlesen kann), merkten wir sofort an der beeindruckenden Technik und Ausstattung.
Besonders fasziniert hat uns die Atemschutzübungsanlage, die nur „Tunnel“ oder von uns auch „Käfig“ genannt wurde. Hier müssen die Feuerwehrleute regelmäßig trainieren. Felix erklärte uns, dass man in voller Montur und mit einer 15 Kilogramm schweren Atemluftflasche auf dem Rücken durch den vernebelten Parcours klettern muss. Das allein genügt jedoch noch nicht: Je zwei der im Nebenraum stehenden Trainingsgeräte Endlosleiter, Laufband, Hand- und Fahrrad-Ergometer sowie Schlaggerät müssen vor und nach dem Passieren des Tunnels bewältigt werden. Wir durften die Geräte und den Tunnel sogar selbst ausprobieren – zum Glück ohne Nebel, aber trotzdem eine echte Herausforderung! Die beiden Durchgänge waren ein echtes Highlight des Tages.
Erstaunt waren wir über die Schnelligkeit der Retter: Im Ernstfall haben die Feuerwehrleute nur 90 Sekunden Zeit, um sich komplett umzuziehen und im Auto zu sitzen. Da muss jeder Handgriff sitzen!
Abgerundet wurde der Besuch bei der Feuerwehr durch das Spritzen mit dem Löschschlauch, was für großen Spaß sorgte.
Voller neuer Eindrücke und mit viel Respekt vor der Arbeit von Polizei und Feuerwehr, traten wir die Heimreise inklusive Wanderung vom Ebersbacher Bahnhof bis zurück zur Schule an. So blieb Zeit, um das Erlebte bei schönstem Frühlingswetter gleich miteinander zu besprechen.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Kloos und Felix für diesen unvergesslichen Vormittag!



